Keramikstandort - Seite 7

Anmerkungen

Nach einem Vortrag, gehalten am 25. Oktober 2001 im Technikgeschichtlichen Kolloquium in Jena

 

1 Kerbe, Friedmar: Ein Jahrhundert Hermsdorfer Keramik. Silikattechnik 41 (1990) 2, S. 40-46; Kerbe, Friedmar: 100 Jahre Technische Keramik. Fest­schrift TRIDELTA AG, Hermsdorf 1991; Serfling, Stefan: Unter dem Zei­chen des TRIDELTA. Zur Geschichte der Keramischen Werke in Hermsdorf. Hermsdorf 1997

 

6 Professor Robert M. Friese (1868-1925): ab 1895 Obering. und Chef der Wechselstromabteilung der Elektrizitäts-Aktiengesellschaft vorm. Schuckert & Co. Nürnberg. In diese Zeit fällt seine Zusammenarbeit mit der Porzellan­fabrik in Hermsdorf zur gemeinsamen Entwicklung der Delta-Glocke (1897) und die Abfassung der Monografie »Das Porzellan als Isolier- und Konstrukti­onsmaterial in der Elektrotechnik« (1904). Auch auf die Entstehung der Hermsdorfer Prüffelder hatte er wesentlichen Einfluss. Ab 1899 war er als or­dentlicher Professor an die TH München und 1903 als Direktor der Siemens­-Schuckert-Werke nach Berlin berufen, wo er bis 1920 im Vorstand des Unter­nehmens tätig war. Seit 1995 trägt die Umgehungsstraße durchs Tridelta-In­dustriegebiet in Hermsdorf seinen Namen

 

7 Stützisolator für hohe Spannungen. DRP Nr. 110 961 vom 11. 1. 1898. Aus­landsanmeldungen: Italien Nr. 95/235; Norwegen Nr. 8802; Belgien Nr. 140.018; Schweiz Nr. 18.385; Osterreich Nr. 4186

 

8 Kerbe, Friedmar: Die Delta-Glocke. Ein Hochspannungs-Isolator und die Entwicklung des Werkstoffs Elektroporzellan. Proceedings of the XXth Inter­national Congress of History of Science (Liege, 20-26 July 1997). Vol. XV Materials: Research, Development and Applications. Turnhout, Belgium 2002, S. 155-163

 

9 Kerbe, Friedmar: Entwicklung des Warenzeichens des KWH. Silikattechnik 41(1990)2,S.46

 

10 Friese, Robert M.: Das Porzellan als Isolier- und Konstruktionsmaterial in der Elektrotechnik. Hermsdorf 1904

 

11 Jahresschau Deutscher Arbeit Dresden 1922: Die Porzellanfabriken des Struppkonzerns und die KERAMAG. Meiningen 1922, S. 33-38

 

12 Kerbe, Friedmar/Ullrich, Bernd: Die Entstehung und Entwicklung der Por­zellanfabrik Freiberg. Mitt. des Freiberger Altertumsvereins. Mit Sonderteil: Kolloquium 7 5 Jahre Verwaltungsgebäude der Porzellanfabrik Freiberg. 1998, Heft 80, S. 183-200

 

13 Weicker, William: Zur Geschichte des Freileitungs-Isolators. In: Geschicht­liche Einzeldarstellungen aus der Elektrotechnik. Bd. 3, Berlin 1932, S. 1-66; Kerbe, Friedmar: Keramik für die Elektrotechnik. In: Die Zündende Idee/ Keramik in der Technik. Koblenz 1997, S. 34-38; Geschichte der keramischen Hochspannungsisolatoren in Deutschland. Fachausschussbericht Nr. 29 der DKG, Köln 1991

 

14 Dr.-Ing. William Weicker (1875-1946) war ab 1903 Leiter des Prüffeldes der Porzellanfabrik Hermsdorf-Klosterlausnitz und über Jahrzehnte maßgeblich am Ausbau der Hermsdorfer Versuchs- und Prüffelder und an der Entwick­lung von Hochspannungs-Isolatoren beteiligt. 1909 Promotion an der TH Dresden über »Zur Beurteilung von Hochspannungsisolatoren nebst einem Beitrag zur Kenntnis der Funkenspannung«. Mit zahlreichen Publikationen zur Entwicklung von Hochspannungsisolatoren, deren Werkstoff- und Prüf­technik, sowie durch Mitarbeit in zahlreichen wissenschaftlichen Gremien hat Weicker entscheidend zur Weltgeltung Hermsdorfer Isolatoren beigetragen. Siehe auch: Dir. Dr.-Ing. W. Weicker zum 25-jährigen Dienstjubiläum. He­scho-Mitt. 1928, Heft 39, S. 6

 

15 Dr.-Ing. e. h. Friedrich Scheid (1887-1949): Nach Abschluss der Königlich Bayerischen Industrieschule in Nürnberg sammelte er ab 1908 vielfältige Er­fahrungen im Hermsdorfer Prüffeld, die er ab 1912 in seiner neuen Tätigkeit im Versuchsfeld der »Margarethenhütte« in Großdubrau bei Bautzen nutzen konnte. Arbeiten zur Verbesserung des Kappenisolators führten zur Erfindung des Kugelkopf-Isolators (1914). Maßgeblich war er auch an der Entwicklung des Weitschirm-Isolators beteiligt. Mit Gründung der HESCHO kehrte der inzwischen dem Vorstand der Schomburg AG angehörende Scheid nach Hermsdorf zurück und übernahm die Oberleitung in der Geschäftsführung der HESCHO. 1931 Ehrenpromotion durch die TH Dresden. Mit Einstieg der HESCHO in Rüstungsaufträge wurde Scheid in verschiedene Gremien der Wirtschaftsführung berufen. Nach 1945 zunächst inhaftiert, hat er ab Frühjahr 1946 bis 1949 als deutscher Direktor in der Leitung des SAG-Betrie­bes »Keramisches Werk Hescho-Kahla« gearbeitet.

 

16 Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e. h. Erwin Otto Marx (1893-1980): übernahm 1923 die Leitung des Hermsdorfer Versuchsfeldes, wo er besonders das Verhalten von Hängeisolatoren bei kurzzeitig auftretenden Überspannungen untersuch­te; dabei Entwicklung einer Kaskadenschaltung zur Erzeugung hoher Stoßspannungen (1924), die so genannte Marxsche Vervielfachungsschaltung. 1925 Berufung an die TH Braunschweig als ord. Prof. für Hochspannungs­technik und elektrische Messkunde. Siehe auch Maier, Helmut: Erwin Marx (1893-1980), Ingenieurwissenschaftler in Braunschweig, und die Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der elektrischen Energieübertragung auf weite Entfernungen zwischen 1818-1950. Stuttgart 1993

 

17 Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e. h. Fritz Obenaus (1904-1980) wirkte ab 1929 in Hermsdorf als Versuchsfeld-Ingenieur und -Leiter sowie als Chefkonstrukteur. Seine intensiven Forschungen zum elektrischen und mechanischen Verhalten verschiedener Isolatorenkonstruktionen, zum Einfluss von Lichtbogenschutzamaturen und von Oberflächenbelägen führten zur Aufklärung des Über­schlagmechanismus verschmutzter Isolatorenoberflächen. 193 3 Promotion an der TH Dresden zum »Einfluss von Oberflächenbelag (Tau, Nebel, Salz und Schmutz) auf die Überschlagspannung von Isolatoren«. 1954 Berufung als Di­rektor des Instituts für Hochspannungstechnik der TH Dresden. 1955 ord. Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Berlin und 1959 Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig.

 

18 Interessengemeinschaft der Porzellanfabrik Kahla und der H. Schomburg & Söhne Akt.-Ges. Keram. Rundschau 30 (1922) 19, S. 218-219

 

19 Philipp, Thomas: Die Entwicklung der Hermsdorf-Schomburg-Isolatoren-­Gesellschaft 1922-1945. Eine unternehmenshistorische Fallstudie. Diplom­arbeit. Friedrich-Schiller-Universität Jena, 1996

 

20 Porzellanfabrik Kahla - Porzellanfabrik H. Schomburg u. Söhne Akt.-Ges. Keram. Rundschau 3 0 (1922) 37, S. 406

 

21 Vereinigte Porzellan-Isolatoren-Werke G. m. b. H. Keramos 2 (1923) 1, S.26

 

22 Naumann, O.: Das 1 000 000 Volt Versuchsfeld der Hermsdorf-Schomburg-­Isolatoren G. m. b. H. in der Porzellanfabrik Freiberg. Hescho-Mitt. 1924, Heft 11, S. 259-289; Das 1000 000 V -Versuchsfeld. Hescho-Mitt. 1927, Heft 32/33, S. 992-1000

 

23 Krause, Otto: Das Zentrale Keramische Laboratorium. Hescho-Mitt.1927, Heft 32/33, S.1032-1041; Rath, Werner: Das Zentrale Keramische Labora­torium der Porzellan-Fabrik Kahla in Freiberg/Sa. Hescho-Mitt. 1928, Heft 40, S. 1265-1280

 

24 Dettmer, Friedrich: Die Wärme- und Brenntechnische Abteilung. Hescho­ Mitt. 1927, Heft 32/33, S. 1042-1044

 

25 Donath, Max: Die Maschinentechnische Abteilung. Hescho-Mitt. 1927, Heft 32/33, S. 1045-1047

 

26 Mehrrohr-Durchführungen. Katalog der Hermsdorf-Schomburg-Isolatoren G. m. b. H. Hermsdorf 1929

 

27 Pfeiffer, Rudolf. Keramische Werkstoffe in der chemischen Industrie, im Ma­schinen- und Behälterbau. Zeitschrift des VDI 81 (193 7) 3 7, S. 1088-1090

 

28 Zusammenschluss der Versuchs- und Forschungstätigkeit der Hescho in Hermsdorf/Thür. Hescho-Mitt. 1930, Heft 55, S. 1766

 

29 Dr. phil. Werner Erich Rath (1899-1987): Nach Promotion 1923 an der Uni­versität Leipzig mit der Arbeit »Über die Bewertung keramischer Massen auf Grund ihrer Unterschiede im physikalisch-chemischen Verhalten« begann er seine Industrietätigkeit im Keramischen Zentrallaboratorium der HESCHO in der Porzellanfabrik Freiberg. Ab 1931 als Chefchemiker und Laborleiter in Hermsdorf tätig, war die Entwicklung keramischer Sondermassen und ent­sprechender Bauelemente untrennbar mit seinem Namen verbunden. In den letzten Kriegsjahren leitete er zusätzlich das Keramische Institut der TH Bres­lau in Vertretung bzw. als Nachfolger von Prof. Dr. O. Krause. Mit Kriegsen­de zusammen mit den Jenaer Spezialisten von der amerikanischen Besatzungs­macht nach Heidenheim/Brenn verbracht, hatte er dort wie auch anschließend in einem englischen Interrogation-Camp seinen reichen Erfahrungsschatz zu dokumentieren. Ab 1948 in Lauf/Pegnitz ansässig, gründete er ein Beratungs­büro für die Keramikindustrie und war vorwiegend für die dortige Fa. Stettner tätig. Siehe auch Kerbe, Friedmar: Dr. Werner Rath (1899-1987) und die Ent­wicklung keramischer Sondermassen. cfi/Ber. DKG 7 7 (2000)3, D34-D36 und Mitt. des Freiberger Altertumsvereins 2002, Heft 91, S. 110-117

 

30 Keramische Sondermassen. Katalog Nr. 021. HESCHO Hermsdorf/Thür. o. J.

 

31 Schwarz, Hermann: Die Geschichte der Firma Rhode & Schwarz. Jubiläumsausgabe Neues von Rhode & Schwarz 23 (1983) 103, S. 4-15

 

32 Akte »40 kW Großmesssender«. Archiv des Vereins für Regional- und Tech­nikgeschichte e. V, Hermsdorf

 

33 Faltblatt »40 kW-Großmesssender. Technisches Schauobjekt in Hermsdorf/ Thüringen«. Verein für Regional- und Technikgeschichte e. V, Hermsdorf 2002

 

34 Rath, Werner: Art und Bedeutung meiner Erfindungen auf dem Gebiet neuer keramischer Massen. Niederschrift vom 17. August 1944. Archiv des Vereins für Regional- und Technikgeschichte e. V, Hermsdorf

 

35 Wirtschaftspatent Nr. 7201 »Verfahren zurre Herstellen dünner Plättchen aus keramischer Masse«. Inhaber: Dr. Werner Rath und Karl Schricker. Angem. 5. 10. 1942; mit Wirkung vom 6. 10. 1942

 

36 Wie Anm. 2 3

 

37 Als der Mensch nichts galt ... Tatsachenbericht von den Ausbeutungs­verhältnissen in der ehemaligen Hescho. Zentrale Parteileitung der BPO des VEB Keramische Werke Hermsdorf, 1966

 

38 Rath, E. W.: Dielektrische Untersuchungen an titandioxydhaltigen Systemen. In: Naturforschung und Medizin in Deutschland. 1936-1946. Für Deutsch­land bestimmte Ausgabe der FIAT Review of German Science. Bd. 26: Anor­ganische Chemie, Teil IV, Abschnitt 2.2.5.2, S. 153-165. Wiesbaden o. J.