Presse
31.01.2012 - Ausstellung Keramische Werke war der Besuchermagnet [OTZ]
Nach einer jahrzehntelangen Odyssee kann der Verein für Regional- und Technikgeschichte seit fast genau zwei Jahren die neu gestalteten Räume unter dem Rathaus für Ausstellungen und Veranstaltungen nutzen. Ein wesentlicher Teil der Aufarbeitung vom umfangreichen Fundus ist geschafft. „Nun soll unsere Arbeit nicht mehr nur Last sein, sondern auch Freude und Entspannung bieten“, nahm der Vorstandsvorsitzende Jürgen Hebenstreit auf die guten Arbeitsbedingungen Bezug. Davon hatte man vor Jahren nicht zu träumen gewagt. Bis dahin musste man viel Zeit und Kraft investieren und viele Umzüge durchstehen. Höhepunkt der vereinsarbeit des vergangenen Jahres waren die Veranstaltungen anlässlich des 20-jährigen Jubiläums, welche rund 200 Personen besuchten, davon allein 80 bei der Ausstellung „Fotoarchiv KWH“. Die Besucherzahl bei früheren Veranstaltungen erhöhte sich auf über 800 Interessenten (2010: 530). Hinzugekommen sind verschiedene Ausstellungsstücke wie Maschinen, Messgeräte und Laasdorfer Porzellan. Schwerpunkt des Arbeitsplanes für 2012 sind die Vorbereitungen einer neuen Fotoausstellung, der Einsatz der Multimediatechnik für Besucher und das Erstellen einer CD über die Jubiläums-Fotoschau. Für die Ausstellung „Porzellanwelten“ auf der Leuchtenburg stellt der Verein ausgesuchte Exponate aus technischer Keramik mit Beschreibung als Dauerleihgabe zur Verfügung. Fortgesetzt werden die öffentlichen Vorträge. Als nächstes wird am 7. Februar über mystische Orte und rätselhafte Steine im SHK gesprochen, und am 6. März stehen Thüringer Objekte aus der NS-Zeit im Focus. Alle Veranstaltungen beginnen 18.30 Uhr in den Räumen des Vereines für Regional- und Technikgeschichte am Hermsdorfer Rathauses.
05.07.2011 - Vortrag, Fotos, Filme, Festveranstaltung [OTZ]
Das 20-jährige Bestehen des Hermsdorfer Vereins für Regional- und Technikgeschichte soll im Oktober gebührend begangen werden.
In den Vereinsräumen am Rathaus beginnt die Festwoche am 18. Oktober mit einem Vortrag über den Großmess-Sender, welcher seit 70 Jahren in Betrieb ist. Am 19. Oktober wird eine Fotoausstellung eröffnet, und am folgenden Tag werden historische Filme gezeigt. Als Abschluss findet am 21. Oktober eine Festveranstaltung statt. Diese Termine sind Eckpunkte des Arbeitsplanes, den die Vollversammlung für das zweite Halbjahr 2011 beschlossen hat. Weitere Unterstützung erhalten die "Porzellanwelten Leuchtenburg". Für die dort 2012 zu eröffnende Ausstellung stellt der Verein 45 geeignete Exponate aus technischer Keramik mit Beschreibungen als Dauerleihgabe zur Verfügung.
Am Tag des offenen Denkmals - zugleich dem Straßenfest - wird am Sonntag, dem 11. September, neben dem Großmess-Sender auch die Technische Sammlung geöffnet sein. Dort sind übrigens Vitrinen mit seltenem Laasdorfer Porzellan sowie archäologischen Bodenfunden aus Grabungen um Hermsdorf zu besichtigen. Allein beim Archivtag in Hermsdorf besuchten 30 Tagungsteilnehmer die Technische Sammlung in der Eisenberger Straße, welche regulär jeden Mittwoch von 15 bis 17 Uhr geöffnet ist. Auf Initiative von Werner Baumgärtel konnten zwei neue Mitglieder gewonnen werden. Die jungen Leute wollen die Internetseite des Vereins neu gestalten.
Nach der Sommerpause werden die öffentlichen Vorträge fortgesetzt. Am Dienstag, dem 6. September wird über den Flugzeugabsturz 1945 im Eisenberger Mühltal berichtet, am 1. November über den Bau der Waldsiedlung und am 6. Dezember über Tiere und Pflanzen im Zeitzgrund.
12.04.2011 - Wetter ist allgegenwärtig [OTZ]
Das Faxgerät in der Firma HBV ratterte schon eine ganze Weile, denn der Ausdruck umfasste viele Seiten. Es sind die aktuellen Wetterdaten, welche direkt aus der Zentrale des Wetterdienstes Meteo Media hierher übertragen werden. Erfasst werden Niederschlag, Temperatur, Sonnscheindauer sowie Windrichtung und -stärke. Daraus geht hervor, dass der vergangen März sehr mild war. Im Gegensatz dazu war 1987 nach einem extrem kalten Winter vor 24 Jahren auch der März mit 13 Eistagen und einem Minimum von minus 19 Grad besonderskalt. Mit solchen Wetterdaten konnte Siegwart Gradl bei einem Vortrag des Vereins für Regional- und Technikgeschichte aufwarten. So erfuhren die Zuhörer auch, dass 1932 so viel Regen fiel, dass in Hermsdorf im Bereich des Alten Marktes und in der Bergstraße weite Teile unter Wasser standen. Der Zeitzbach wurde zu einem reißenden Gewässer, welches den Bahndamm unterspülte und einen Güterzug entgleisen lies, wobei die Lok umstürzte. Extreme Wetterereignisse kehren immer wieder, sie werden durch den Klimawandel sogar noch zunehmen. 2006 hinterließ ein Tornado in Quirla eine Schneise der Verwüstung. Betroffen war vor allem das neue Wohngebiet "Am Rührlöffel". Ebenso wird vielen noch das Orkantief "Kyrill" in Erinnerung sein, welches im Januar 2007 mit 107km/h hinwegfegte und dabei Schäden an den Dächern und in den Wäldern viel Windbruch hinterließ. Extreme Wetterlagen scheinen in immer kürzeren Abständen aufzutreten. Im vorigen Jahr folgten auf einen sehr trockenen Juni (20mm Niederschlag) zwei extrem nasse Monate. Im Juli wurden 159 und im August 177 Millimeter Regen gemessen, das war mitteldeutscher Rekord. Einen weiteren hatten wir im Dezember 2010 mit einer Schneehöhe von etwa 60 Zentimetern zu verzeichnen.
Schon in seiner Jugend beschäftigte sich Siegwart Gradl mit dem Wetterverlauf. Da war es folgerichtig, dass er als Geographie-Lehrer mit Schülern der 9. Klasse an der Friedensschule (damals 1. Polytechnische Oberschule) Wetterbeobachtungen durchführte. Von 1970 bis 1991 bestand dort die Arbeitsgemeinschaft (AG) "Meteorologie", der insgesamt über 150 Schüler angehörten. Sie wurden mit meteorologischen Instrumenten vertraut gemacht und registrierten kontinuierlich das Klima des Heimatortes. Sowohl die Keramischen Werke als auch die LPG waren an den Daten interessiert, Auch die damalige Zeitung "Volkswacht" zeigte sich aufgeschlossen für die Berichterstattung über das aktuelle Wetter. Auszeichnungen und Urkunden widerspiegeln die Wertschätzung der AG. Nach der Schulreform 1991 war dann aber "Sendepause". Bei einer Beratung des Hermsdorfer Kulturausschusses im Jahre 2000 gab Horst Stöhr die Anregung, eine eigene Wetterstation einzurichten. Seitens der Verwaltungsgemeinschaft und des Bürgermeisters gab es offene Ohren. Die Idee wurde aufgegriffen und von Firmen unterstützt. Im Januar 2001 ging die Anlage in Betrieb. Die offizielle Einweihung fand am 4.April 2001 statt. Seitdem sind die Wetterdaten aus dem Thüringer Hermsdorf täglich mehrmals im MDR zu sehen und werden auch in der ARD gesendet.
Wetterprognosen werden durch das dichter werdende Netz an Beobachtungsstationen immer genauer. Sie sind inzwischen zu einem ökonomischen Faktor geworden, denken wir nur an den Verkehr oder die Landwirtschaft. Die
Bedeutung wird weiter zunehmen, und die Hermsdorfer Station ist dabei ein wichtiges Bindeglied.
15.03.2011 - Neue spannende Schauobjekte [Allgemeiner Anzeiger]
Ein spannender Moment vor einigen Tagen in der "Technischen Sammlung": Eine alte Druckmaschine wurde in die Ausstellung gebracht und im Eingangsbereich als Schauobjekt etabliert. Es war nicht ganz einfach, das tonnenschwere Vehikel zentimetergenau durch die Eingangstür zu bringen, aber mit viel Geschick von André Claus der Firma Hermsdorfer Anlagen Instandhaltung, die den Transport kostenlos übernahm sowie Michael Rosenberger von der Firma Micro-Hybrid Electronic GmbH und Vorstandsmitglied des Vereins, Rudolf Teifel, wurde die schwierige Aufgabe gemeistert. Ihnen galt der Dank des Geschäftsführers des Vereins, Edgar Knaf, wieder ein lohnendes Schauobjekt in der "Technischen Sammlung" zu haben. Neu zu sehen sind auch alte und jüngere technische Objekte der Sicherheitstechnik und eine erste Vitrine mit Schaustücken der Gruppe Bodendenkmalpflege unter Leitung von Uwe Lorenz und mit freundlicher Unterstürzung des Landesamtes für Archäologie und Denkmalpflege Weimar.
Es lohnt sich also wieder einmal in der "Technischen Sammlung" im Rathaus Hermsdorf vorbei zu schauen. Geöffnet ist immer mittwochs 15 bis 17 Uhr.
03.02.2010 - Neues Kapitel aufgeschlagen [Allgemeinen Anzeiger]
Alles, was Rang und Namen hat sowie viele Interessenten trafen sich am 28. Januar im neuen Domizil des Vereins für Regional- und Technikgeschichte im Untergeschoss des Rathaussaales, um ein besonderes Ereignis zu feiern."Wir sind stolz und glücklich, dass wir 19 Jahre nach Vereinsgründung endlich über eigene Räume verfügen", stellte der Vereinsvorsitzende Jürgen Hebenstreit heraus."Doch bis dahin haben wir einen langen Weg zurückgelegt und viele Umzüge in Kauf nehmen müssen, aber den Kampf nie aufgegeben. Wir haben schließlich erreicht, dass sich die Stadträte für eine Dauerhafte Lösung einsetzten. Die entscheidende Phase war dann der 2007 begonnene Umbau der ehemaligen Diskothek unter dem Rathaussaal". Mit dem Bau beauftragte man das Hermsdorfer Büro Bau-Consult, und auch die bauausführenden Firmen kamen aus der Region. Für den in zwei Abschnitten erfolgten Um- und Ausbau Haushaltmittel in Höhe von 220000 Euro sowie 88000 Euro Fördermittel bereitgestellt. Am 30.Juli 2009 konnten die neu gestalteten Räume dem Verein übergeben werden. Dafür bedankte sich der Vorsitzende im Namen des Vereins bei allen verantwortlichen der Stadt , dem Bürgermeister, sowie bei allen, die an der Umsetzung der Pläne beteiligt waren, nochmals herzlich. Es würde den Rahmen sprengen, würde man hier alle Helfer und Sponsoren nennen, die aktiv Hilfe geleistet haben. Deshalb sei auf eine im Eingangsbereich Tafel mit deren Namen verwiesen." Dann galt es, die Räume der vom Verein ausgearbeiteten Konzeption auszugestalten. In zumeist abendlichen Einsetzten leisteten viele Helfer zusammen über 100o Arbeitsstunden, um die Exponate zu sondieren und aufzubauen. Hauptinitiatoren waren dabei Werner Baumgärtel und Rolf Schmeißer,die andere mit anspornten", würdigte der Vorsitzende deren Leistung. An der Austattung der Räume und Gestaltung der Vitrinen beteiligten sich auch mehrere Hermsdorfer Unternehmen.Mit einer Auswahl von Exponaten wird die Entwicklung von Producktpaletten bis zum modernsten Stand der Technik aufgezeigt. Ergänzt wird die Sammlung durch wechselnde Sonderaustellungen. Das erste ist den Themen "100 Jahre chemisch-technisches Porzellan" und "250 Jahre Porzellanland Thüringen" gewidmet. Beeindruckt äußerte sich ein Besucher, welcher früher in den keramischen Werken gearbeitet hat. "Für die Stadt, ja für die ganze Region ist hier eine technische Sammlung entstanden, welche zukunfstweisend ausgerichtet ist und ein hohes Niveau aufweist. Damit wird auch die bisherige Leistung des Vereins besonders gewürdigt". Mit der technischen Sammlung soll die industrielle Entwicklung Entwicklung in Hermsdorf neben der regionalen Geschichte der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Der Standort bietet mit seiner zentralen Lage und der Ausstattung sehr gute Bedingungen dafür. Künftig gibt es feste Öffnungszeiten, und zwar jeweils zum Vereinstag mittwochs von 15 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung - Ansprechpartner ist dabei Karl-Eduard Knaf, Tel. 036601-83755). Parkmöglichkeiten bestehen direkt vor dem Eingang.