| 40 kW-Großmesssender |
| Technisches Schauobjekt in Hermsdorf / Thüringen |
Ein
ausführlicherer Textbeitrag zum Sender als PDF siehe Dokumente |
| Partnerschaft
als Impulsgeber Mit Beginn der 30er Jahre machte die Hermsdorfer „Porzellanfabrik" einen Strukturwandel zum „Keramischen Werk" durch: Neben den klassischen Werkstoff Porzellan traten das Steatit und in den Folgejahren eine Vielzahl keramischer Sonderwerkstoffe und daraus gefertigter Bauelemente. Vor diesem technikhistorischen Hintergrund kam es im Herbst 1932 zu einem Schlüsselerlebnis, als die Herren Dr. Rohde und Dr. Schwarz nach Abschluss ihres Doktorexamens an der Universität Jena mit Oberingenieur Hans Handrek von der HESCHO zusammentrafen. Er berichtete ihnen, dass er zusammen mit Dr. Rath in Hermsdorf neue keramische Werkstoffe entwickelt habe, die bei Hochfrequenz enorm niedrige dielektrische Verluste hätten, dass aber alle in- und ausländischen Institute, denen Handrek Werkstoffproben zugesandt hatte, unterschiedliche Verlustfaktoren gemessen hatten. Die Herren Dr. Rohde und Dr. Schwarz konnten bereits nach kurzer Zeit sehr genaue Messungen liefern. Oberingenieur Handrek konnte weitere Arbeitsaufträge zusichern. Diese zur Zeit wirtschaftlicher Degression von der Industrie gebotene Chance ermutigte die beiden Herren, ein Labor zu gründen. Es wurde am 17.11.1933 in München als Physikalisch-Technisches Entwicklungslabor Dr. Rohde & Dr. Schwarz (PTE) gewerbepolizeilich angemeldet. Der Auftrag für die Prüfanlage Mit Auftragsbestätigung Nr. 2325 vom 25.1.1939 durch das Physikalisch-Technische Entwicklungslabor Dr. Rohde & Dr. Schwarz in München war zum Preis von 35.750 RM die Fertigung des „Messsenders für Hochspannungs- und Hochstromuntersuchungen" vertraglich gebunden. Auftragsgemäß waren die notwendigen
Keramikbauteile seitens der HESCHO kostenlos zuzuliefern. Das betraf vorwiegend
Calit-Spulenkörper, Wasserwiderstände, Kondensatoren, HF-Stützer
und HF-Doppeldurchführungen und war z. T. mit spezifischen Bauteil-Neuentwicklungen
in der HESCHO verbunden. Die Aufgabenstellung mit den Vorgaben 1. Erzeugung hoher Spannungen bei drei Frequenzen
(300 kHz, 1 MHz, 10 MHz) Die räumliche Anordnung
Engagement für ein einmaliges Objekt Dem Verein für Regional- und Technikgeschichte e.V. ist es Anfang der 1990-er Jahre gelungen, den 40kW-Großmesssender der HESCHO als Technisches Denkmal in die Liste schutzwürdiger Objekte aufzunehmen. Der Sender war 1990 letztmalig für die Prüfung von Erzeugnissen in Betrieb. Eines der erklärten Ziele des Vereins ist es, den Sender funktionsfähig zu warten und der interessierten Öffentlichkeit die Zugänglichkeit zum Sender zu ermöglichen. Unter großem persönlichen Einsatz von Freunden und Mitgliedern des Vereins, vorwiegend Spezialisten der Hochspannungstechnik, Elektrotechnik und Keramik, ist es möglich geworden, den Sender für informative Führungen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Diese Anlage - von der Münchner Firma Rohde & Schwarz konstruiert und gebaut - ging im Juli 1941 in der HESCHO in Betrieb. Dem war damals eine interessante technische und von zufälligen persönlichen Begegnungen geprägte Entwicklung vorausgegangen, die eng mit dem Entstehen der Firma Rohde & Schwarz verbunden ist. Angebote
Standort und Ansprechpartner Der Großmessender befindet sich an seinem Originalstandort, im Erdgeschoss eines heute als Ärztehaus genutzten Gebäudes in der Eisenberger Str. 81 in Hermsdorf. Besichtigungen und Führungen sind nach terminlicher
Vereinbarung (bitte eine Woche vorher) jederzeit möglich. Herr Schubert Telefon 036601 – 82064 |